Proktologie, Fachbeitrag

Analfisteln & Abszesse – was Patient:innen wissen müssen

Eine Analfistel ist ein entzündlicher Gang zwischen Darm und Haut, der meist aus einem nicht vollständig abgeheilten Analabszess entsteht. Abszesse wiederum sind akute Eiteransammlungen, die oft starke Schmerzen, Rötung und Fieber verursachen. Beide Krankheitsbilder gehören unmittelbar in proktologische Behandlung.

Wichtig zu wissen: Ein Analabszess heilt nicht durch Salben oder Hausmittel. Er muss chirurgisch eröffnet und entleert werden. Dies geschieht im Caritas-MVZ bei kleineren Abszessen ambulant, bei größeren oder komplizierten Befunden im Caritas Proktologiezentrum.

Da nach einem Abszess häufig eine Fistel bestehen bleibt, wird nach der Akuttherapie eine strukturierte Diagnostik durchgeführt – u. a. durch Endosonographie, Analfisteldarstellung oder MRT (bei komplexen Fällen).

Fisteln sicher behandeln

Die Therapie der Fistel ist individuell und hängt vom Verlauf des Fistelgangs ab:

  • Fistelspaltung bei oberflächlichen Fisteln,
  • Seton-Drainage zur Entzündungskontrolle,
  • Lasertherapie,
  • Mucosa-Flap oder andere moderne Verfahren bei komplexen oder schließmuskelnahen Fisteln.

Ziel ist eine sichere Abheilung ohne Beeinträchtigung der Kontinenz. Durch die Zusammenarbeit zwischen MVZ, Klinik und dem Caritas Beckenbodenzentrum wird das Risiko von Komplikationen minimiert.

Nahtlose Versorgung sichern

Patient:innen profitieren besonders von strukturierter Nachsorge, da die Heilung mehrere Wochen dauern kann. Einfühlsame Begleitung, schmerzorientierte Behandlung und präzise Wundkontrollen sind entscheidend für den Therapieerfolg.

Starke Schmerzen oder Schwellung?

Bei Verdacht auf Abszess bitte kurzfristig melden. Wir behandeln sofort. Eine frühzeitige Rücksprache ermöglicht es unserem Team, Komplikationen zielgerichtet zu vermeiden und die Genesung nachhaltig zu stabilisieren.

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