Proktologie, Fachbeitrag

Analfissuren – Ursachen, Symptome & wirksame Behandlungen

Eine Analfissur – ein kleiner Riss der Schleimhaut am After – zählt zu den schmerzhaftesten proktologischen Erkrankungen. Die Beschwerden sind oft so ausgeprägt, dass Patient:innen den Gang zur Toilette meiden. Umso wichtiger ist eine frühzeitige, gezielte Behandlung.

Typisches Hauptsymptom ist ein stechender Schmerz beim Stuhlgang, der minuten- bis stundenlang nachklingen kann.

Häufig tritt zusätzlich hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier auf. Ursache ist meist harter Stuhl oder starkes Pressen, aber auch anale Entzündungen oder Trauma (z. B. durch Analverkehr).

Fissuren gezielt behandeln

Im Caritas-MVZ erfolgt eine differenzierte Diagnostik durch Proktoskopie, ggf. ergänzt durch Endosonographie zur Beurteilung des Schließmuskels. Die Therapie richtet sich nach dem Stadium:

Akute Fissur:

  • weicher Stuhl (Ballaststoffe, Trinkmenge),
  • schmerz- und entzündungshemmende Salben,
  • spezielle Durchblutungsförderungssalben,
  • Sitzbäder und schonende Hygiene.

Chronische Fissur:

Diese entwickelt sich, wenn die akute Fissur unbehandelt bleibt. Der Schließmuskel verkrampft zunehmend, die Durchblutung nimmt ab – die Heilung wird erschwert. Moderne Therapieoptionen sind:

  • Nitroglyzerin-/Diltiazem-Salben,
  • Botulinumtoxin-Injektion zur Muskelentspannung,
  • operative Fissurektomie (im Caritas Proktologiezentrum).

Nahtlose Versorgung sichern

Dank enger Kooperation zwischen dem Caritas-MVZ und dem Caritas Proktologiezentrum in den Kliniken kann der Übergang zur operativen Therapie nahtlos erfolgen – inklusive Nachsorge und Wundmanagement.

Die gute Nachricht: Die allermeisten Fissuren lassen sich erfolgreich behandeln. Mit dem richtigen Vorgehen verschwinden Schmerzen und Blutungen meist innerhalb weniger Wochen – und die Lebensqualität kehrt zurück.

Schmerzen beim Stuhlgang?

Wir diagnostizieren und behandeln Analfissuren individuell und diskret.

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